N. N.

 

Gott und der rheinhessische Dialekt

 

Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen  der sechste Tag. So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte. Und am achten Tag dann erschuf Gott die Dialekte. Und der Völker alle waren glücklich.

Der Berliner sagte: „Icke hab nen wahnsinns Dialekt, wa?“

Der Hanseate sagte: „Mein Dialekt ist dufte, ne!“

Der Kölner sagte: „Hey, du Jeck, mit Kölsch feiert man Karneval!“

Der Sachse sagte: „Ja nu freilisch is däs Sächsische klosse!“

Der Bayer sagte: „Jo mei, is des a scheener Dialekt!“

Der Schwabe sagte: „Ha noi, des isch guat, so schwätze mer!“

Nur für den Rheinhessen war kein Dialekt übrig ...

Da wurde der Rheinhesse zunächst traurig – doch dann regte er sich fürchterlich auf!

Gott beruhigte ihn: „Reesch disch ned uff moin Bu, dann babbel hald so wie isch!!!“

 

 

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Übrigens:

2016 wird Rheinhessen 200 Jahre alt.